Heilpraktikerschule Likamundi
Schule für ganzheitliche Heilweisen, Naturheilkunde, Heilpraktiker und Psychotherapie
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Die bisher eingestellten schriftlichen Prüfungen mussten wir aufgrund des Urheberrechtes aus der Seite herausnehmen.

Danke für Ihr Verständnis.

 

Prüfungsbericht Augsburg Mai 2005

1. Frage:
Wer darf nach dem Unterbringungsgesetz untergebracht werden?

2. Frage:
Sie haben einen Patienten und es wird im Erstgespräch ersichtlich, dass
er an Depressionen leidet. Was tun Sie?
(Prüfer wollten wissen, ob ich den Patienten zum Facharzt schicke.)

3. Frage:
Was sind die Merkmale einer bipolaren affektiven Störung?

4. Frage:
Ein Patient ist akut suizidgefährdet, was tun Sie?

5. Frage:
Ein Patient liegt am Boden und schlenkert mit den Armen, was tun Sie?

Zwischendurch kamen noch einige Fragen über Therapiemethoden. Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich Sie deswegen anrief. Da ich auf dem Gebiet der Metaphysik (u. a. auch Familienaufstellen nach Hellinger) arbeiten möchte, hatte ich mir für die Prüfung die systemische Familientherapie ausgesucht. Jedoch wäre das nicht nötig gewesen, da die Prüfer sehr offen auch für diese (anderen) Therapieformen sind. Ich habe mich in der mündlichen Prüfung entschlossen, als Therapieform die Metaphysik anzugeben. Die Prüfer stellten mir dahingehend Fragen, was ich speziell in meiner zukünftigen Arbeit machen werde (z.B. Arbeit an Blockaden, Energiebahnenreinigung, Schamanismus etc.) und mit welchem Klientel ich zu arbeiten gedenke.
Alles in allem waren die Prüfer sehr nett und verständnisvoll.
Ich bedanke mich jedenfalls für Ihre Unterlagen, die mir sehr geholfen haben und Ihre Buchempfehlungen sind auch sehr gelungen.

Augsburg Oktober 2005

"... der schriftliche teil ist durch eine gute vorbereitung ein lösbare aufgabe,
die prüfungsvorbereitung (4tage seminar) hat mir dabei sehr geholfen (besonderes das durcharbeiten der alten prüfungen).
bei der mündlichen hat mir das simulieren einer prüfung in deinem seminar sehr viel sicherheit gegeben, um diese zu bestehen.
fragen zur mündlichen waren 4 fallbeispiele.
z.b. mutter mit tochter, die angeblich an anorexia leidet, kam zur therapie und es stellte sich dann durch genaues Nachfragen heraus, dass die tochter gesund und die mutter therapeutischer intervention bedarf.
die anderen 3 fallbeispiele mußten ebenfalls durch genauestes befragen der prüfer geklärt werden. ..."

Ansbach März 2005

" ... Die Prüfer haben mich über 1 Stunde auseinandergenommen, es ging um den Fall eines schizophrenen Residuums! Eine Panikstörung war ein zweiter Fall. Ich habe einfach alles erzählt, was ich wußte, auch zu meinen privaten Erfahrungen und Plänen, was gar nicht gefragt wurde. Jedenfalls scheint alles zusammen gepasst zu haben... "

Würzburg 2004

"Hallo Eva,

gestern hatte ich meine mündliche Prüfung - und ich hab's geschafft!!!
Allerdings war sie sehr schwierig und es sind viele durchgefallen. Ich
versuch Dir mal einen Überblick zu geben, wie es gelaufen ist, damit Du das an künftige Prüflinge in Würzburg weitergeben kannst:

Die erste Frage: Warum will ich Therapeutin werden? Darüber haben wir uns ausführlich unterhalten.

Dann: Wenn ich die Prüfung bestanden habe, wozu berechtigt mich das
(Ausübung der Heilkunde im Bereich der psychischen Störungen - nicht zum Führen der Bezeichnung Psychotherapeut. Kam gut an => themawechsel)
Woran sicher die meisten gescheitert sind: Sie haben sehr viel Wert auf die Gesetzeskunde gelegt! und zwar: Betreuungsgesetz: Was ist das, welche Bereiche werden da geregelt (Gesamtbetreuung oder einzelne Lebensbereiche möglich, finanziell etc) und welche Gruppen trifft das vor allem (Demenzen im Alter).
Und das Bayerische Unterbringungsgesetz: Was machst Du, wenn Du
einen akut suizidalen Patienten hast, rufst die Polizei - und die weigern
sich? Die Ordnungsbehörde anrufen, ist der Stadt bzw. dem Landratsamt
angegliedert. Das mit der Ordnungsbehörde hat fast allen das Genick
gebrochen, es taucht ja kaum irgendwo in der Literatur auf. Vielleicht könnt Ihr das den Würzburger Prüflingen weitergeben. Sie wollten im Prüfungsamt ausdrücklich, dass sich das herumspricht und sich die Leute darauf vorbereiten, weil sie darauf eben viel Wert legen.
Insgesamt war die Prüfung extrem praxisorientiert. Themen: Befunderhebung im Erstgespräch: Hier wollten sie u.a. alle Elementarfunktionen wissen, die ich dank Deiner super Merkhilfe bestens drauf hatte!!!
Suizidalität, auch sehr praxisbezogen: Was sind Symptome/Warnzeichen? Wie gehe ich damit um (ansprechen!)? Wie behandle ich das?
Schlafstörungen: Bei welchen Krankheiten? Was abklären (organische
Ursachen!)? Schlaftagebuch!
Anpassungsstörungen: Abgrenzen von der posttraumatischen Belastungsstörung und der aktuen Belastungsreaktion; typische Symptome, auch vegetative; sehr beeindruckt hat sie, dass ich die ICD-Nummer wußte.
Welche Klassifikationssystme gibt es: Hab alles runtergerattert,was ich über das triadische System und die ICD-10 weiß, kam gut an.

Eigene Therapieerfahrung und zumindest eine rudimentäre Praxisausbildung schienen mir in Würzburg auch dringend nötig, um die Prüfung zu bestehen.
Insgesamt war die Atmosphäre trotz allem sehr nett und freundlich, man hatte den Eindruck,dass es den Prüfern wirklich um die Qualitätssicherung in der Therapie geht und sie nicht aus Bosheit die Leute rausprüfen. Aber sie wollten auch genau das hören, was sie im Kopf hatten, und wenn es 10 Fragen gedauert hat, bis es kam => nicht kopfscheu machen lassen!

Zum Schluss gab man mir noch den Rat, mir in einem Praktikum einen Einblick in die klinische Psychiatrie zu verschaffen, "damit man das mal gesehen hat" => Empfehlung an zukünftige Prüflinge: Sowas vorher machen, könnte sehr positiv wirken!

Ach ja, ich hatte ja angegeben, dass ich im Frühjahr die Ausbildung in
klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie bei der GwG machen will: Da
haben sie mich sogar gefragt, bei wem! => besser nicht bluffen, sondern
wirklich gut vorbereiten und nur angeben, was man auch vertreten kann.

Ich glaube, das war's. Hoffentlich hilft es der nächsten Generation
Prüflinge. Es ist sicher gut, wenn man die Besonderheiten in Würzburg kennt.

Und zum Schluß noch einmal: Ein riesiges Dankeschön an Dich und Deinen
unglaublich guten Unterricht!!!!! Rückblickend kann ich mit Sicherheit
sagen, dass ich es ohne Dich nicht geschafft hätte. Ich hab mit vielen
gesprochen, die durchgefallen sind, und festgestellt, dass wir in diesem
einen Jahr einfach besser vorbereitet worden sind. Mach weiter so und Du
wirst bestimmt noch einen Haufen glückliche Mails bekommen!
Liebe Grüße, M."