Nummer 57
Herzlich Willkommen zu unseren neusten Likamundi-News!
Die Themen heute:
1) Haben Sie gute Vorsätze für das Jahr 2007?
3) Charakteranalyse bei Wilhelm Reich
4) Weihnachten - das Fest der Liebe und der offenen Herzen...
Neue Vorsätze für das Jahr 2007!?
Wollen Sie abnehmen, oder das Rauchen aufgeben... sich gesünder ernähren?
Oder macht Ihnen ihr Beruf eigentlich keinen Spass mehr und sie möchten Gesundheit für sich und andere zu ihrer Berufung machen?
Wir unterstützen Sie gerne in ihren guten Vorsätzen - damit sie wirklich gelingen!
Mehr Infos hier.
Gesund durch die Weihnachtszeit
Hausrezepte gegen Erkältung, Schnupfen und Co.
Wer kennt das nicht... bei kaltem Wetter, nasskaltem Regen, plötzlich ist der Schnupfen und Husten da. Kein Grund gleich nach Antibiotika zu greifen - zumal die meisten Erkrankungen der Atemwege durch Viren bedingt sind. Alte Hausrezepte und Kräuter können hier Wunder wirken. Wenn Sie das Gefühl haben krank zu werden: viel trinken! Am besten heißen Tee und ruhig 2 1/2 Liter am Tag. Salbeitee hat schon so manch anfänglichen Schnupfen vertreiben können. Dampfbäder mit Kamillenblüten, Eukalyptusöl oder Thymian sind bei der Entzündung der Nasenschleimhäute angezeigt. Auch eine Dusche mit Kochsalzlösung ist angenehm, sie entzieht den Bakterien die Lebensgrundlage.
Bei Erkrankungen der Atemwege haben sich die reizmildernden Schleimdrogen wie Isländisch Moos und Eibischwurzel besonders bewährt. Malvenblätter und Malvenblüten besitzen in Kombination mit Spitzwegerichkraut reizmildernde und antibakterielle Wirkung. Huflattich (häufig Bestandteil von Kräutertees) wirkt Entzündungen entgegen. Eine ideale Teemischung könnte aus Huflattich, Spitzwegerich, Eibischwurzel und Anis bestehen.
Gegen Husten wirken auch Großmutters alte Hausrezepte: Dazu schneidet man 3 Zwiebeln klein, gibt 3 Eßl Honig darauf und 1 TL Thymiankräuter. Das ganze 12 Stunden stehenlassen und dann umrühren. Der entstandene Saft wird in eine Braunglasflasche abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt. Man nimmt mehrmals täglich 1 Eßl ein bis der Husten sich löst.
Wir wünschen Ihnen eine gesunde Zeit durch die Feiertage!
Wenn Sie Interesse haben mehr in die Möglichkeiten der Naturheilkunde einzusteigen, empfehlen wir Ihnen unsere Naturheilkunde-Basisausbildung!
Nächster Termin: 06.-07. Januar 2007 Fußreflexz. (Beginn des neuen Ausbildungszyklus) Mehr Infos hier.
Charaktertypen bei Wilhelm Reich
Das Modell des Charakterpanzers -
Fortsetzung von Likamundi News Nr. 54
1927 stellt Reich bei einem psychoanalytischen Kongress in Innsbruck seine Theorie des Charakterpanzers vor. Ähnlich wie bei einem mechanischen Panzer entdeckte er, dass verhärtete Charakterstrukturen, wie Verpanzerungen auf der seelischen Ebene den Menschen vor Unlustgefühlen schützen, aber gleichzeitig zu einer Unbeweglichkeit führen. Die charakterliche Panzerung ist die Folge eines kindlichen Sexualkonflikts und Grundlage späterer neurotischer Konflikte.
In der Therapie äußerte sich diese Panzerung als Widerstand, der einen grossen Teil der Energie bindet. Anders als in der Psychoanalyse von Freud, der den Widerstand als eine Art "Fremdkörper" betrachtete, der möglichst zu vermeiden war, nutze Reich gerade den Widerstand, um Schicht für Schicht der starre Charakterstrukturen zu deuten und aufzulösen. Er ging davon aus, dass der Charakterpanzer das Resultat der erstarrten Lebensgeschichte eines Menschen ist, also „die funktionelle Summe aller vergangenen Ereignisse“. Strukturen des Charakters sind erstarrte Energie, die aber rückgängig zu machen und veränderbar sind, weil es sich dabei um dynamisch entstandene Strukturen handelt.
Lust und Angst
Angst und Lust erkannte er als ein und denselben Vorgang, nämlich dem Strömen bioelektrischer Energie in Verbindung mit einer Strömung der Körperflüssigkeit. Nur die Richtung der Strömung ist entgegengesetzt: im Fall der Lust ist sie nach außen gerichtet, hin zur Welt (Emotion heisst wörtlich "Herausbewegung"), im Fall der Angst geht die Strömung nach innen, ins Körperinnere und führt zu Stauung der Energie.
Der genitale Charakter
Als Gegenmodell zum "neurotischen Charakter" prägte Reich den "genitalen Charakter"
Der genitale Charakter ist der Welt gegenüber offen, er agiert und reagiert rational und besitzt die Fähigkeit zur Selbststeuerung. Das heisst, dass er sich zwar abschotten kann gegenüber seinen Mitmenschen, aber diese Abschottung auch selbst wieder auflösen kann. Sexuelle Energie kann ungehindert abfließen, er ist orgastisch potent.
Im Gegensatz zum neurotischen Chrakter ist er in der Lage seine sexuelle Energie zu sublimieren, sprich auf ein anderes Ziel umzulenken. Der Neurotiker richtet die sexuelle Energie gegen sich selbst und produziert dadurch eine chronische Energiestauung.
Der neurotische Charakter
Der neurotische Charakter ist von Irrationalität bestimmt und unflexibel. Triebenergien richten sich gegen ihn selbst. Angst trit als verschobene und blockierte sexuelle Energie auf. Der versagte Trieb kann nicht abfließen und verhärtete sich immer mehr zum unbeweglichen Panzer.
"Der Grad der charakterlichen Beweglichkeit, die Fähigkeit, sich einer Situation in der Aussenwelt zu öffnen oder sich gegen sie abzuschließen, macht den Unterschied zwischen realitätstüchtiger und neurotischer Charakterstruktur aus"
Verschiedene neurotische Charaktertypen
Hysterischer Charakter
Liebe von Tochter zu Vater wird mit Moral und Repression bestraft, genitale Angst wird zum dominanten Gefühl. Frau entwickelt sich im Erwachsenenalter zur "Kindfrau", kokettiert mit Männer und wundert sich dann über die Reaktionen. Sie bietet sich an, wenn aber ein Mann kommt, wird sie hysterisch. Sie hat Verspannungen im Lenden- und Hüftbereich.
Männlich-aggressiver Charakter
Der strenger Vater verhält sich gegenüber Weiblichkeit der Tochter zurückweisend, Weiblichkeit wird verdrängt, Identifikation mit Härte und Stärke.
Zwangscharakter
Frühe, strenge Reinlichkeitserziehung führt zu Unterdrückung von genitalem Interesse und genitaler Aktivität. Gewalttätige und sadistische Bedürfnisse werden kontrolliert und nur in Phantasie ausgelebt. Zur Niederhaltung der sadistischen Impulse werden Kontroll- und Ordnungsmechanismen genutzt.
Phallisch-narzisstischer Charakter
Dieser Typ hatte eine sehr maskuline Mutter, sie bleibt für die frühklindlichen Bedürfnisse des Kindes unerreichbar, Liebesregung für sie werden verdrängt. Der Vater war entweder nicht da oder wenig typisch männlich. Im späteren Leben kommt dieser Typ mit dem Weiblichen nicht zurecht. Er tendiert dazu Frauen zu verachten und zur Homosexualität.
Passiv-femininer Charakter:
Dieser Typ hatte in der analen Phase eine übermäßig strenge und überreinliche Mutter. Für ihn sind Nachgiebigkeit und Unterwerfung charakteristisch. Trotzphase fehlt, diese ganz braven Kinder werden auch brave Erwachsene, die sich hinter einer weiblich-unterwürfigen Chraktermaske verstecken.
masochistischer Charakter
Hinter einer masochistischer Selbstverkleinerung stehen unfähiger Ehrgeiz und angstbeseelte Größensucht. Unbefriedigte Sexualspannung, Lustangst (Masochismus als Begehren, gegen den eigenen Willen zur Befriedigung gebracht zu werden).
Neigt dazu Verantwortung und Arbeit anderen zu überlassen. Taucht ein Problem auf wehrt sich der Masochistist: Ich kann das doch nicht!
Lesen Sie weiter in unsere nächsten Ausgabe abschließend über Reich: von der Charakteranalyse zur Vegetotherapie.
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Hier nun unser kleines und feines Gewinnspiel
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